WONDERS OF THE WORLD

17. Juni bis 11. September 2016
Eröffnung: Donnerstag, 16. Juni, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag: 11–18 Uhr,
Mittwoch: 11–20 Uhr, Montag geschlossen

Eintrittspreise

 

Foto: Gota (Drop), aus der Serie Washed Up: Transforming a Trashed Landscape, 2011, © Alejandro Durán

Brad Temkin

Foto: City Hall (looking Southwest) - Chicago, IL May 2010, aus der Serie Rooftop, © Brad Temkin

Matthias Jung

Foto: Tagebaubesetzung # 070, aus der Serie Revier, 2010–2016, © Matthias Jung

Mit Olaf Otto Becker, Alejandro Durán, Han Sungpil, Kate & Geir Jordahl, Matthias Jung, Janelle Lynch, Jamey Stillings, Brad Temkin und Federico Winer

Frankfurt, 6/2016 – Diese Welten überraschen, irritieren, lassen staunen: Unter dem Titel WONDERS OF THE WORLD zeigt das Fotografie Forum Frankfurt vom 17. Juni bis zum 11. September 2016 neun Positionen zeitgenössischer Landschaftsfotografie. Die gezeigten Arbeiten spielen mit gewohnten Vorstellungen von Landschaft und Umwelt. Inhaltlich geht es um den Umgang der Konsumgesellschaft mit Ressourcen, vor allem aber um faszinierende Ansichten natürlicher Räume. Mit sehr unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen führen die beteiligten Fotografen vor, wie der Mensch die Natur beeinflusst und formt – und wie umgekehrt die Natur unter diesem Einfluss leidet, sich verändert oder ihm mutig trotzt.

Mit beeindruckenden Schwarzweißfotografien dokumentiert der amerikanische Fotograf JAMEY STILLINGS (*1955) den Bau von »Ivanpah«, dem größten Sonnenwärmekraftwerk der Welt in der kalifornischen Mojave-Wüste. Die Videofilme des koreanischen Künstlers HAN SUNGPIL (*1972) zeigen Dampfwolken französischer Atomkraftwerke – mal poetische Gebilde, mal geheimnisvolle Rauchzeichen der Technik. Wie der Braunkohletagebau zwischen Köln und Aachen Landschaft, Dörfer und ihre Bewohner verändert und verschwinden lässt, beobachtet der deutsche Fotograf MATTHIAS JUNG (*1967) in seinem Langzeitprojekt »Revier«.

Nach Spuren menschlicher Eingriffe sucht auch der deutsche Fotograf OLAF OTTO BECKER (*1959): Seine Aufnahmen schmelzender Gletscher und Schneefelder vermitteln die Erhabenheit und die Verletzbarkeit von Eislandschaften – und die bereits sichtbaren Folgen der globalen Erwärmung.

Einen fast intimen Blick auf die regenerative Kraft und Schönheit von Natur vermittelt die amerikanische Fotografin JANELLE LYNCH (*1969) mit Porträts von Baumstümpfen, auf denen neues Grün wächst. Nahezu magisch wirken die chinesischen Landschaften, die das Fotografen-Paar KATE & GEIR JORDAHL (*1959/*1957) mit Hilfe eines Weitwinkelobjektivs inszeniert. Vergleichsweise wehrhaft hingegen die Grünanlagen auf den Dächern von Bürohochhäusern, mit denen BRAD TEMKIN (*1956) den Trend zum »urban gardening« aufzeigt.

Buchstäblich Neuland entsteht bei FEDERICO WINER (*1973) und ALEJANDRO DURÁN (*1974): Der Argentinier Winer setzt digital bearbeitete Satellitenaufnahmen der Erde zu »Monsters« zusammen, Durán installiert sorgfältig sortierten Plastikmüll aus dem Meer in wirkliche Landschaften Mexikos. Wunderwelten und Weltwunder – zum Augenreiben und Augenöffnen.