Chema Madoz

The Object’s Dream

3. Juni – 29. August 2010
Fotografien von Chema Madoz, Madrid,
im MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST,
Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt

 
Rancapino, Chiclana
Rancapino, Chiclana
Rancapino, Chiclana

Fotos: Chema Madoz

Die Ausstellung The Object’s Dream, Fotografien von Chema Madoz ist Teil der Reihe „FOTOGRAFIE FORUM FRANKFURT ZU GAST“ die aus zwei Schwerpunkten, der Sommerakademie und Ausstellungskooperationen besteht.

Die Kooperation mit dem MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST, Frankfurt, ADMIRA exhibitions and cultural events in photography, Milano und dem INSTITUTO CERVANTES, Frankfurt ist ein Beispiel für das kontinuierliche hohe internationale Niveau, das die Arbeit des Fotografie Forum Frankfurt seit 25 Jahren geprägt hat.

Vom 3. Juni bis 29. August zeigt das Fotografie Forum Frankfurt die Ausstellung The Object’s Dream, Fotografien von Chema Madoz im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt. Diese Ausstellung von 50 Fotografien, entstanden zwischen 1990 und 1999, ist die erste Ausstellung des spanischen Künstlers in Deutschland. Nicht alles ist das, was es zu sein scheint. Das zeigen auf subtile und ironische Weise die Stillleben von Chema Madoz, in denen neue Welten aus sonst unbeachteten, alltäglichen Dingen entstehen. Es entfalten sich fremde, unbekannte Dimensionen, die die Sichtweise auf eine andere Realität lenken.

Das Absurde, das Paradoxe und auch Witz finden sich im Werk des Fotografen. So bekommen ganz alltägliche Objekte durch die wohl unerschöpflichen Ideen des Künstlers eine neue Funktion und erlangen durch das Zusammenspiel mit anderen Objekten der Komposition eine neue Bedeutungsebene. Diese raffinierten Konstruktionen, die auf den ersten Blick als reine Objektkunst erscheinen, entpuppen sich auf den zweiten Blick als subtiles Spiel mit der Realität. Denn erst durch das Medium Fotografie, den letzten handwerklichen Schritt von Chema Madoz bei der Konstruktion seiner Paralleluniversen, erhalten diese ihren Realitätsanspruch. Dadurch wird die geschickt konstruierte Kunst zur fotografierten Realität. Die Gegenstände an sich sind uns vertraut, diese geschaffenen Realitäten sind uns geläufig, nur eben in einem völlig anderen „realeren“ Kontext und so lässt uns Chema Madoz verblüfft, amüsiert und mit dem befreienden und zugleich leicht unbehaglichen Gefühl, dass auch außerhalb des musealen Rahmens nicht alles so ist, wie es zu sein scheint, zurück.

Chema Madoz, 1958 in Madrid geboren, studierte in seiner Heimatstadt Kunstgeschichte und interessierte sich bald im Zuge seines Studiums für Fotografie. In über 100 Einzel- und Gruppenausstellungen wurden seine Werke weltweit ausgestellt, u. a. in Tecla Sala, Barcelona (2008), Museet for Fotokunst, Odense, Dänemark (2007), Museo de Bellas Artes, Buenos Aires (2004), PDNB Gallery, Dallas (2002), Affiniy Paths,Yonghe Museum, Peking (2007), Je t’envisage. La disparition du portrait. Musée de l’Elysée, Lausanne (2004), Fotografía Surrealista. Musée de la Photographie, Charleroi, Belgien (2001), Spanish Vision, Contemporary Art Photography. Spanish Institute, New York (1992). Mehrere Publikationen wurden zu seinen Arbeiten veröffentlicht, darunter Obras Maestras. La Fábrica (2009), Fotopoemario. Joan Brossa y Chema Madoz. La Fábrica (2003) und Chema Madoz, 1990-1999. Aldeasa (2000).

Sein künstlerischer Erfolg spiegelt sich in den internationalen Preisen wider, die er gewann, wie Premio Nacional de Fotografía, Ministerio de Cultura, España (2000) und Higashikawa Award. Overseas Photographer. Higashikawa PhotoFestival, Japan (2000). Zudem sind seine Arbeiten weltweit in privaten Sammlungen und Museen vertreten, u. a. in Museo de Arte Reina Sofía, Madrid, Fundación Coca-Cola, Spanien, Marugame Hirai Museum, Japan, DZ Bank Kunstsammlung, Frankfurt, Museum of Fine Arts, Houston und der Kunstsammlung des Kulturministeriums, Paris.

Das Fotografie Forum Frankfurt präsentiert diese Ausstellung in Zusammenarbeit mit Enrica Viganò, Kuratorin von Admira, Mailand, dem Studio von Chema Madoz und dem Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt am Main. Unterstützt wird das Projekt vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, dem Instituto Cervantes, Frankfurt am Main und SEACEX, Kulturförderung des Spanischen Außenministeriums.