»APPROACHING YOUR VISION«

Stanley Greene

Sa, 10.06.2017, 10–17 Uhr
und So, 11.06.2017, 10–18 Uhr

Ort: Fotografie Forum Frankfurt
Anmeldeschluss: 26.05.2017

 
Stanley Greene

Stanley Greene © Sarah Shatz

Red October

Foto: Stanley Greene © Noorimages 2013

Valli

Foto: Coffee and cigarettes with my friend, the photographer, Colette Valli, in 1979 in North Beach. Stanley Greene
© Noorimages 2013

Themen: Street Photography, Arbeiten in kritischen Situationen, Editieren, Portfolio Review

Im Fokus dieses Workshops steht die Entwicklung einer kritischen fotografischen Wahrnehmung der Umwelt, eines eigenen ästhetischen Bewusstseins. Dabei steht es den Teilnehmern frei, eine bestimmte Geschichte zu fotografieren oder sich einzelnen, ausgesuchten Szenen zu widmen. Magnum-Fotograf und Fotojournalist Stanley Greene (*1949) wird eigene Arbeiten zeigen und die Herangehensweise ans Dokumentieren und Vermitteln der eigenen Vision, selbst unter extremen Arbeitsumständen, diskutieren. Zusammen mit den Teilnehmern wird er Themen erarbeiten, die sie an diesem Wochenende fotografieren werden. Die Ergebnisse werden entweder in gedruckter oder projizierter Form in der Gruppe diskutiert, um eine finale Serie auszuwählen.

Der Workshop wird in englischer Sprache gehalten.

Schon in frühen Jahren entwickelte Stanley Greene (*1949, USA) die Leidenschaft für politischen Aktivismus. Als Jugendlicher war er sowohl Mitglied der Black Panthers als auch Aktivist gegen den Vietnamkrieg. In den ersten Jahren seiner Karriere war er besonders für seine Arbeit The Western Front bekannt, eine einzigartige Dokumentation der Punkszene der 70er und 80er Jahre in San Francisco. Im Jahr 1986 zog er nach Paris und fotografierte 1989 den Fall der Berliner Mauer. Eine Begegnung mit W. Eugene Smith entzündete seine Leidenschaft für den Fotojournalismus. Er begann, den Niedergang des Kommunismus und den Zerfall der Sowjetunion zu dokumentieren. In den Jahren darauf fotografierte er im Südsudan, in Indien, Rwanda Zaire, Irak, Sudan, Darfur, Afghanistan, Kaschmir und im Libanon. Von 1994 bis 2001 widmete er sich intensiv der fotografischen Dokumentation des Tschetschenienkriegs. Mit seiner fotografischen Arbeit hat Greene zahlreiche Preise gewonnen: Fünf Mal wurde er mit dem World Press Photo Award geehrt, zudem ist er Preisträger des W. Eugene-Smith Preises für Humanistische Fotografie. Darüber hinaus wurde er 2011 mit dem Pipak (International Price Albert Kahn Planet), 2006 mit dem Katrina Media Fellowship des Open Society Institute und 2004 mit dem Alicia Patterson Fellowship ausgezeichnet. 2013 erhielt er das Aftermath Project Stipendium, um seine Arbeit im Kaukasus fortzusetzen.

STANLEY GREENE (Website)